Funky Good Times
Halcyon Days

Halcyon Days

Mix Media, String and Pigments on canvas · 200 × 130 cm · 2025

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To someone who lived a hundred years ago, which is only recently, this world would seem like heaven itself. We can drink tomato juice above the clouds. Our teeth no longer rot. Our children no longer die after a slight fever. Milk is free of contaminants. And there is as much bread as we want. We are no longer burned at the stake just because we have a different opinion. Harvests are computer-controlled and harvested with pinpoint accuracy. And some of us are so fat that we need larger coffins. Everything we eat has to be shrink-wrapped and double-packaged, because otherwise we would die of deadly infections. A tenth of us are in prison, and unfortunately we can't build new ones fast enough. We bomb other countries, most of which most of us don't even know where to find on a map. Our plastic cups and plastic shoes float in the sea and reappear in breast milk on other continents. We greedily carry black boxes around with us everywhere we go, entertaining ourselves with them all day long and even using them to receive messages from other people in foreign countries so far away that we could never reach them in a lifetime on horseback. And as if seedless melons weren't enough to make us happy, now there are even square ones. They no longer roll stupidly across the kitchen table. They are incredibly expensive, but good technology. And we have moving boxes made of sheet metal in which we spend half our lives. In search of the Holy Grail. And money makes everything even better. So in other words - would I say that things are going well?

Jemandem, der vor hundert Jahren gelebt hat, also erst kürzlich, käme dies Welt wie der Himmel selbst vor. Wir können über den Wolken Tomatensaft trinken. Unsere Zähne verfaulen nicht mehr. Unsere Kinder sind nach ein bißchen Fieber nicht mehr tot. Die Milch ist ohne Mist. Und es gibt Brot, soviel wir wollen. Nur weil wir anderer Meinung sind, werden wir nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verfeuert. Die Ernten werden computergesteuert auf den Punkt genau geerntet. Und manche von uns sind so dick, daß sie größere Särge brauchen. Alles, was wir essen, kann eingeschweißt und doppelt verpackt werden, weil wir sonst an tödlichen Infekten sterben. Ein Zehntel von uns ist im Gefängnis und leider können wir nicht schnell genug neue bauen. Wir bombardieren andere Länder, von denen die meisten von uns nicht einmal wissen, wo sie auf der Landkarte zu finden sind. Unsere Plastikbecher und Plastikschuhe schwimmen im Meer und tauchen auf anderen Kontinenten in der Muttermilch wieder auf. Wir tragen mit gieriger Lust immer und überall schwarze Schachteln mit uns herum, mit denen wir uns ganzen Tag unterhalten und mit deren Hilfe wir sogar von anderen Menschen aus fremden Ländern Nachrichten bekommen, die soweit entfernt sind, daß wir sie nie im Leben mit einem Pferd erreichen würden. Und als ob kernlose Melonen uns noch nicht glücklich genug machen würden, gibt es jetzt sogar quadratische. Die rollen nicht mehr blöde über den Küchentisch. Die sind zwar unheimlich teuer, aber gute Technik hat ihren Preis. Und wir haben fahrende Kisten aus Blech, in denen wir unser halbes Leben verbringen. Auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Und Geld macht es alles sogar noch besser. Also mit anderen Worten - würde ich sagen, daß es gut läuft?